Jeden Tag um 12 dieselbe Frage: »Was esse ich denn heute?«
Während die Kollegen längst resigniert haben und täglich zum Pizza-Lieferdienst oder dem Essen-auf-Rädern-Dienst, der immer ein bisschen an Seniorenmahlzeiten erinnert, zurückgreifen, versuche ich, das noch zu vermeiden. Meist esse ich einen Salat von Netto, Quark mit Obst oder habe mir am Vortag was gekocht. Das Problem: in der Nähe meines Büros gibt es nichts, wo man essen gehen könnte. Zumindest nicht zu Fuß. Aber: ganz versteckt hab ich auf dem Weg aus der Bahn heraus ab und zu ein Schild gesehen: »Kaffeepiraten«
Klingt zwar eher nach Kaffee, aber wo es Kaffee gibt, sind Kuchen, Muffins und Panini meist nicht weit, also wagte ich einfach mal den Weg.

Kaffeepiraten

Tatsächlich gibt es bei den Kaffeepiraten recht viel Auswahl oder mittags scheint es da auch sehr voll zu sein. Das liegt sicherlich an der nähe zu Vodafone, Motorola und zahlreichen weiteren Büros. Bei den Kaffeepiraten gibt es Suppen, kalte(!) Nudelgerichte und Baguette. Da ich diese Woche selbst Suppe gekocht hatte, die für drei Tage reichte, hatte ich vorerst genug von flüssiger Nahrung und griff zum Walnussbaguette »Manchego« – das ist spanischer Schafskäse, mit getrockneten Tomaten und Rucola. Zusammen mit dem mittleren Caramelato lag das Ganze bei 5,50, was wirklich okay ist. Nächstes Mal werde ich eins der Nudelgerichte probieren; kleiner Kritikpunkt: da stand nirgendwo dabei, was drin war. Eine Speisekarte gab es nur draußen an der Tür. Oder natürlich online auf dieser leicht altbackenen Website.

Ich werde ab jetzt auf jeden Fall öfters auf den Netto-Gartensalat (immerhin nur 1,69) verzichten und stattdessen bei den Kaffeepiraten einkehren. Ein bisschen Fußweg tut in der Mittagspause ja auch mal gut.