Fleischlose Superhelden

Düsseldorfs neuster Burger-Laden: Bob & Mary

Düsseldorfs neuster Burger-Laden: Bob & Mary

Vor einiger Zeit las ich bei THE DORF von »Bob & Mary«, einem neuen, hippen Burgerladen in der Stadt. Hätte ich gerne sofort ausprobiert, nur leider gab es noch keinen Veggieburger auf der Karte. Nach wochenlangem Anteasern („Gibt es schon, steht nur noch nicht auf der Karte, wir testen den noch.“) war es dann so weit, also ging es direkt los zu »Bob & Mary – Beste Burger und Salate aus Düsseldorf«, so der vielversprechende Name.
Wir setzten uns draußen hin und schon bald kam die Bedienung.
»Wollt ihr schon was trinken?«
Wollten wir. Ein mal den Cocktail »Bottled Happiness« und zwei »Homemade Lemonade«. Nun ja, gab es alles leider gerade beides nicht, wir sind ja flexibel, nehmen wir halt was anderes. Dann bestellten wir zwei »Veggie Mary«, den einzigen vegetarischen Burger auf der Karte.
»Haben wir leider gerade nur noch einen, die Lieferung kam wohl nicht.«
Lieferung? Hm, ich dachte hier sei alles frisch. Nun ja, die Bedienung hat sich entschuldigt, Bob & Mary haben sich auf Twitter bei mir entschuldigt, sind wir eben woanders hin und versprachen, es bald noch einmal zu probieren. Nicht schlimm, kann ja passieren.

Zweiter Versuch, letzten Samstag, bevor es ins Kino (»Big Eyes« im UCI) ging. Nachdem man unsere Bestellung aufnahm, kam die nette Dame zurück geeilt.
»Veggie-Burger… leider nein, leider gar nicht.«
»Schon wieder nicht?«
»Oder immer noch? Wir können dir den Sweet Goat anbieten, mit Ziegenkäse statt Fleisch.«

Hrmpf, na gut. Einen Ziegenkäse-Burger mit 2 Scheiben Ziegenkäse statt einer Scheibe + Fleischpatty. Besser als hungern. Ein bisschen sauer war ich mittlerweile schon.
Dann warteten wir. Und warteten. Die beiden am Nebentisch gingen, eine Familie setze sich hin. Bestellte. Bekam ihre »Homemade Lemonade«. Wir hatten noch nichts.
»Ups, das tut mir leid.«
Dann kam die Limo, kurz danach Burger und »Sweet Potato Fries«. Endlich. Während wir aßen, bekam die Gruppe am Nebentisch eine falsche Quittung. Irgendwie war hier überall der Wurm drin. Bei einem Restaurant, das es jetzt ein halbes Jahr gab, sollte das reibungsloser laufen.

Zum Essen: die Sweet Potato Fries waren gut, die Soßen auch. Bestellt euch bloß kein Pfund Pommes zu zweit, das ist viel zu viel. Der Burger – ich sag mal: ging so. Laut Karte hat der Burger zerlaufenen französischen Ziegenkäse, karamellisierte Thymian-Birnen und rote Zwiebelkonfitüre. Von Thymian-Birnen keine Spur, ein Glück, ich mag keine Birnen. Aber dass ich am Ende 9 Euro für ein Burgerbrötchen mit ein bisschen Ziegenkäse, Zwiebeln und einem Blatt Salat bezahlt habe, ärgert mich schon. Ich will hier gar nicht meckern, ich finde »Bob & Mary« sympathisch und möchte das kleine Burger-Restaurant mögen – sonst wäre ich ja nicht schon 2x da gewesen – aber bisher haben sie es mir sehr, sehr schwer gemacht. Das Fleisch soll sehr gut sein, das glaube ich gerne. Das Restaurant ist auch jedes Mal voll und alle scheinen zufrieden zu sein. Nur vegetarierfreundlich sind »Bob & Mary« bisher leider gar nicht. Ich werde es auch bestimmt noch ein drittes Mal versuchen, so schnell gebe ich nicht auf. Aber erst in ein paar Wochen, in der Zwischenzeit werde ich einfach zu »What’s Beef« oder »Butch Becker« gehen, da musste ich bisher noch nie in die Röhre schauen.



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